Blizzard gewinnt 6 Millionen Prozess gegen Bot-Entwickler

Anfang März berichteten zahlreiche Medien über Blizzards Versuche, den Bot „WoW Glider“ durch eine Klage einzudämmen. Grund : Durch den Bot würden User ihr Abo früher kündigen, so dass Blizzard ein großer Schaden entstünde.

Nun entschieden die Richter im Bezirksgericht Arizona in erster Instanz, dass MDY Industries einen Schadenersatz in Höhe von 6 Mio Dollar an Blizzard zahlen muss. Blizzard wollte ursprünglich rund 10.5 Mio Dollar, da laut ihrer Argumentation eine Spielzeit von etwa 7 Monaten á 15 Dollar Gebühren verloren ging.

Natürlich ist es für Gamer ein Schritt in die richtige Richtung. Allerdings ist eine solche Entscheidung im Bereich Software zumindest fraglich. Man stelle sich vor, dass ICQ nun Miranda/Trillian verklagt, weil diese ihnen die Banner-Einnahmen des Messengers nehmen. Die Sache ist also für MDY noch keinesfalls verloren, da derartiges meist erst vor einem höheren Gericht berücksichtigt wird.

Weiterhin wird noch geprüft, ob MDY gegen den „Digital Millennium Copyright Act“ verstoßen hat. Dies wird vermutlich im Januar entschieden.

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6 thoughts on “Blizzard gewinnt 6 Millionen Prozess gegen Bot-Entwickler”

  1. wäre schön wenn die auch mal was in die richtung für d2 machen würden…

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  2. Kündigen die Leute wirklich früher wegen nem Bot? Ich kann jetzt nur aus meinem RL Bekanntenkreis sprechen, in dem Leute WoW-süchtig sind und ihr Studium deshalb geschmissen haben … Ob mit Bot oder ohne.

    Ob die bisher erfolgreiche Klage allerdings Einfluss auf Diablo 2/3 hat, halte ich für fraglich. Das battle.net soll ja weiterhin gebührenfrei bleiben, damit fällt natürlich die Argumentation über kürzere Abozeiten weg. Sollte Blizzard in D2 Items natürlich direkt für Bargeld verkaufen, sieht die Sache wieder anders aus … Wie auch immer, die ersten Cheats werden bald nach D3 Release kommen, so traurig das auch ist. 🙁

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  3. Es bleibt trotzdem die Geschäftsschädigung, die sich negativ auf die Verkaufszahlen von folge-Produkten auswirkt.

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  4. Das mag stimmen. Ich habe leider keine Ahnung, wie juristisch fassbar „negative Auswirkungen auf die Verkaufszahlen von Folgeprodukten“ nach US-Recht sind. Hoffen wir mal das beste. 🙂

    Hoffentlich hat das urteil dann auch ne abschreckende Wirkung auf D3. Ich denke, keiner will D2-Zustände im Nachfolger…

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  5. Der 1. Goldshop macht schon dicht. (Gamegoods)
    Vielleicht basierte deren Geschäftsmodell auf ganz vielen Glider-Bots 😉

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